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Kategorie: Politik und Wirtschaft

martin_ehrenhauserDer Spitzenkandidat für die Europawahl am 25.05.2014,
Martin Ehrenhauser von der Wahlallianz „ EUROPA anders“, welche zwischen der KPÖ, der Piratenpartei Österreichs, dem Wandel und Unabhängigen geschlossen wurde, informierte nach einer kurzen Vorstellung seiner Person zum Thema Lobbyismus, Korruption und Einflussnahme internationaler Konzerne in die europäische Politik.
Auch gewährte er Einblick in die Arbeitsweise im EU–Parlament, das er im Großen und Ganzen als gut empfindet, nicht ohne auf Schwächen hinzuweisen. Wie z.B. Transparenz und Unabhängigkeit der Politik, welche er im EU-Parlament nicht sehen kann. Er fordert unabhängiges Expertenwissen und ein Lobbyregister, um zu erfahren, wer die Firmen im Hintergrund sind, und wie die Finanzierungen stattfinden.


Zu Stärke und den Schwerpunkten der Wahlallianz fand Martin Ehrenhauser, dass endlich Schluss sein müsste mit der unfairen Verteilung der Ressourcen nicht nur in Österreich und der EU, sondern auf der ganzen Welt. „ Es kann nicht sein, dass die 300 reichsten Personen auf der Welt genauso viel Kapital haben wie die 3 Milliarden ärmsten Menschen auf dieser Welt.“ „Es muss Schluss sein mit den Bankenrettungen auf Kosten des Allgemeinwohls.“ Das Wahlbündnis will nach vorne gehen, um zu modernisieren und um einen Fortschritt in Europa zu erreichen, im Gegensatz zu den rechten Parteien, die sich immer noch fürchten, dass das Abendland untergehen könne.


Auf die Frage, wie Martin Ehrenhauser im Falle eines Mandats ansprechbar bleiben will und seine Wähler an der Themenarbeit beteiligt bleiben können, kann er sich vorstellen, dass Bürger ihre eigenen Wünsche einbringen, wie z.B. parlamentarische Anfragen formulieren, Formulierungen von Reden im Internet erarbeiten und diskutieren können, die er dann im EU-Parlament vortragen würde. Zur herrschenden Politikverdrossenheit zeigte Martin Ehrenhauser Verständnis. Er habe vollstes Verständnis dafür. „Politik, wie sie zur Zeit betrieben wird… da muss man ja verdrossen werden.“ Er würde sich aber freuen, wenn die Menschen am 25.05.2014 wählen gingen, denn wenn nicht wird sich kaum was ändern.

Interviw von Irene Labner
Ort: Griechisches Kulturinstitut Universitätsstrasse 3 6020 Innsbruck
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