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Kategorie: Kunst und Kultur

mieminger-tuifllaufDie Eröffnungsworte des Umzuges konnten eigentlich nicht treffender sein.
Die Tuifl aus Mieming haben gerufen, und ca 2000 schau- und wissbegierige Zuschauer aus nah und fern kamen zum 12. Mieminger Tuifllauf
Der Umzug gilt in der gesamten Region als einer der Höhepunkte, wenn es darum geht, wer die Macht über Licht und Finsternis behalten wird.

Das Gerangel um die Herrschaft ist auch in der Hölle groß, und die Tuifl kämpften erbittert untereinander um den Herrscherposten.
Kleine Kinder, auf den Armen ihrer Eltern, und junge Mädchen kreischten.


Der Brauch geht bis vor Christi Geburt zurück. Lärmende Umzüge mit Masken dämonischer Weiber, heidnischer Göttinnen sowie wilder und zahmer Tiere wurden, gemeinsam mit anderen Sitten und Gebräuchen, zu den Kaiendenfeiern (römisch-germanische Neujahrs- und Weihnachtsfeste) schon um 500 nach Christi Geburt beschrieben.
Im 11. Jahrhundert wurde in den Mondseer Glossen die Bezeichnung Giperchtennacht erstmals erwähnt.