Es gibt keine Entschuldigungen für die monströsen Attentate in Paris. Es gibt auch keine Rechtfertigungen, aber durchaus Erklärungen. Es herrscht seit Jahren Krieg in Ländern wie Afghanistan und Irak, in Syrien, Libyen, Mali, Tschad, Niger und der zentralafrikanischen Republik. Und überall ist (nicht nur) die französische Regierung verwickelt. Den Teufel mit dem Beelzebub austreiben?! Frankreichs Armee greift nicht erst seit Samstag in Syrien an. Zudem sollte man sich einmal vor Augen halten, wie es in den Banlieues, den Vorstädten von Paris, abgeht. Ein ständig schwelendes Pulverfass, in dem es alle naslang zu Unruhen kommt und Geschäfte und Autos in Flammen aufgehen. Unzufriedene Jugendliche protestieren gegen Bildungsnotstand, Arbeitslosigkeit und Ignoranz von seitens der Regierung. Was sollten auch die diskriminierten "immigrés" von den bisherigen Präsidententypen erwarten? Die haben es bis dato nicht geschafft, Menschen aus ihren ehemaligen Kolonien wie Algerien, Marokko und Tunesien vernünftig und gerecht zu integrieren. Hierfür war und ist das Interesse im Elysée- Palast nicht sonderlich groß. Im Grunde schert man sich einen Dreck drum. Eine Dummheit und Ungerechtigkeit sondergleichen. Aber wen wunderts? Nach den Attentaten von Freitag Nacht bekommen in Europa die rechten Parteien und Bewegungen erst recht Zulauf. Marine Le Pen und Strache & Konsorten reiben sich die Hände. Die Menschen, die gerade vor den mörderischen Kriegssituationen auf der Flucht sind, bekommen dies jetzt schon zu spüren. Die Willkommenskultur ist schwer am Bröckeln. Die "Europafestung" mit Mauern und Stacheldraht gegen die Armen hält noch, das trojanische IS- Pferd aber ist schon längst unter uns.

Frau Jayati Ghosh, Professorin an der renommierten Jawaharlal Nehru University in Neu Delhi sprach anlässlich des Alternativgipfels im Innsbrucker Treibhaus zum Thema: „Global Power, Global Alternatives“.

Die Bilderberger und die globalen Auswirkungen dieser jährlichen Treffen: Die Krise in Griechenland sei nicht nur für Europa ein Problem und würde im europäischen Ausland sehr interessiert beobachtet. Das Freihandelsabkommen, TTIP sei ein Schwachsinn und brächte die Menschen der europäischen und den Vereinigten Staaten in große Schwierigkeiten. Auch Menschen in den USA seien gegen dieses Abkommen und würden dagegen demonstrieren. Aber letztendlich würden sie darauf hoffen, dass die Europäer dieses Abkommen stoppen. Abzusehen sei in Folge, dass diese Abkommen auch auf andere Teile unserer Erde angewandt werden. Große Gefahr für die Menschen ginge auch von der WTO (Welthandelsorganisation) aus. Frau Jayati Ghosh brachte das an einigen Beispielen von Indien und Ecuador zum Ausdruck..

Die Mächtigen dieser Erde wüssten, dass sie Gewalt und Unruhen verursachten und seien deswegen daran interessiert, großen Einfluss auf den weltweiten Handel, die Politik, Gerichte und das Militär zu bekommen.

You remember: 

Der deutsche Bundespräsident Köhler musste für seinen Sager, dass die Kriege auch wegen der Rohstoffe geführt werden, zurücktreten. Tja, wer hätte das gedacht. Jahrelange Kämpfe im Irak, in Afghanistan, Libyen und neuerdings in Mali von Seiten Frankreichs hinterlassen natürlich blutige Spuren. Geringe Bildungschancen für die immigrés, Vorurteile, Rassismus , nicht nur in den Banlieues- beherrschen zu weiten Teilen den Alltag Frankreichs. Und die Le Pen- Sippe reibt sich die Hände. Stell dir vor, eine verschleierte Frau steht in deinem Garten, fuchtelt mit einer MG im Anschlag herum, made in Germany, und gibt unverständliche Laute von sich. Wirst du ihr dann deine Radieschen zeigen, und klammheimlich den Wunsch hegen, es wäre am Besten, wenn sie sie von unten betrachten würde? Sind das nun Mordgelüste, die da aufkommen, wenn jemand in dein Reich eindringt!?

Fairtrade

Fair ist ein Wort, das wir alle kennen, und viele gleich an Fairtrade denken. Aber wie fair ist Fairtrade wirklich?

Ist es wirklich nur eine Marktidee von ein paar Konzernen, oder gibt es doch die einen oder anderen, die auch wirklich faire Löhne bekommen? Warum stehen wir Europäer uns so auf Fairtrade Produkte? Geht es uns wirklich darum, etwas Gutes zu tun, oder wollen wir nur unser Gewissen erleichtern? Auch wenn man uns so oft versichert hat, das auf verschiedenste Standards Wert gelegt wird, so ist doch meist das Gegenteil wahr. Deswegen erwartet man sich doch auch bei so einem Projekt wenigstens etwas Transparenz! Weit gefehlt. Allerdings klingt in der heutigen Zeit das Wort Transparenz sowieso wie ein Witz!

 

Dann steigen wir gleich mal direkt in die Goldgrube mancher Konzerne, wie Rewe, Spar oder Mpreis ein.

Mit dem bekannten Fairtrade-Siegel bekommen gleich alle gehandelten Produkte damit eine humanere Verkleidung. 600 Produkte mit diesem Siegel befinden sich in den verschiedensten Geschäften Österreichs.

Über 80 % kommen von sehr weit her. Jährlich werden mit Fairtrade Produkten 90 Millionen Euro umgesetzt,

mit einem Jahreswachstum von 13 Prozent, und die Nachfrage steigt und steigt. Wir von Zeitsinn haben den großen Ketten geschrieben und sie gefragt, was Fairtrade für sie ist. Antwort Rewe: „Die Konsumenten und Konsumentinnen wollen ethisch korrekt einkaufen und konsumieren, dieses Bedürfnis wollen wir befriedigen.“ Aber gibt es dafür auch Beweise oder nur heiße Luft?