kostnixladen-innsbruck

Endlich scheint sich was zu verändern im Denken der Menschen. Nach Jahren des Konsumwahnsinns entstehen immer mehr Projekte wie Foodsharing, Kostnixläden, Tauschbörsen und Schulen, welche die Lehre der Natur vermitteln. Überlebensschulen, noch vor Jahren belächelt, Kräuterschulen, die das Wissen über Heilkräuter und essbare Pflanzen und Wurzeln lehren. Vereinigungen organisieren, dass Lebensmittel nicht mehr weggeworfen werden, sondern sozialen Einrichtungen oder armen Menschen zugute kommen.


todmordenGanze Dorfgemeinschaften arbeiten an alternativen Ideen, so wie das englische Dorff „Todmorden“ auf den Britischen Inseln.
Dort haben sich die Menschen zusammengetan und die öffentlichen Grünflächen, die in der Vergangenheit eher als Hundeklos und Müllhalden gedient haben, mit Gemüse bepflanzt. Jeder im Dorf kann mitmachen beim Anbau des Gemüses und jeder kann sich nehmen, was er braucht. Das Modell zur Selbstversorgung hat so großen Erfolg, dass sich viele Gemeinden in Deutschland und Frankreich dafür interessieren, es ihnen gleichzumachen. Früher wurden solche Projekte und deren Akteure, die ihr Bio Gemüse selbst angebaut haben, allesamt als alternative, linke Spinner verschrien. In der Zwischenzeit haben alle großen Konsumkonzerne ihre Regale mit biologischen Produkten gefüllt.
Nicht selten wird solchen Projekten nach wie vor viel Bürokratie entgegengesetzt, große Steine in deren Wege gelegt und sie werden immer noch belächelt.
Auch wenn Wirtschaft und Politik in der Zwischenzeit erkannt haben, dass es zu einer Katastrophe kommt, falls der Verkehr aus irgendeinem Grund zusammenbrechen sollte. Sei es nun, weil Benzin und Diesel nicht mehr zur Verfügung stehen, um Lastkraftwagen zu betanken oder weil eine höhere Naturgewalt das Versorgungssystem lahm legt. Wer wird dann die Versorgung der Bürger mit Lebensmitteln übernehmen?

 


footsharing

Alle Kleinhändler und“ Tante Emma Läden“ wurden ja erfolgreich aus Stadt und Land vertrieben, weil sie dem Preisdruck der großen Supermarktketten nicht standhalten konnten.
Was aber wird geschehen, wenn der jetzt so dominierende Transitverkehr zum Erliegen kommt?
Viele Nahversorger mussten ihre Bauernhöfe zusperren. Milch-, Fleisch- und Gemüsebauern mussten auf den Bau oder in anderen Berufssparten ihr Auskommen suchen. Das heißt, wenn`s krachen sollte, ist keiner da, der die Nahversorgung übernehmen kann, und es wird auch nichts mehr aus Italien oder dem Rest der Welt nachgeliefert werden können.
Viele junge Menschen haben das scheinbar erkannt und versuchen eben deswegen neue Wege zu erdenken und zu gehen, und wie´s aussieht, mit phantastischen innovativen und nachhaltigen Projekten. Diese Generation kann man nicht mehr als „alternative Spinner“ abtun. Diese Generation wird die nahe Zukunft gestalten! Vielleicht, oder gerade deswegen, weil viele der Jugendlichen jetzt schon unter dem sogenannten „Burnout Syndrom“ leiden, versuchen sie ihre Welt anders zu gestalten.
Anders gestalten wie z.B. in der Politik in der noch jungen Bewegung der „Piraten Partei“, die als internationales Phänomen angesehen werden kann.
Anders gestalten in Projektideen wie Kostnix Läden, wohin jeder Dinge (Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Haushalts- und Sportartikel, u.s.w) bringen kann, die dann von Menschen, die diese Gegenstände gebrauchen können, gratis mitgenommen werden.
Manche Menschen pachten sich schon seit Jahren einen Acker und ziehen dort in kleinen Gemeinschaften ihr Gemüse. Lokale Kleinbauernverbände, wie die Bauernkiste, beliefern einmal pro Woche in manchen Regionen oder Dörfern Haushalte mit Produkten aus der regionalen Landwirtschaft, direkt an die Haustür. Aber wird das reichen?