Fukushima

Fukushima Leute, freut euch, es ist ja noch überhaupt nichts passiert. Bei dem Störfall selbst sind eh nur ca. 10 % bis 20 %der Strahlung vom Störfall von Tschernobyl frei geworden. Ganz frei von dem Zusammenhang das bei dem Störfall in Tschernobyl der Großteil der Brennelemente durch eine mittelschweren Kern Explosion derselben, durch das Dach in die Atmosphäre gepustet wurden, wobei sie sich dann schön Flächig über die halbe Erdkugel verteilte und ab regnete. In Japan verlief diese Panne zuallererst regionaler. In Block 1 bis 3 kam es zu Kernschmelzen. Große Mengen an radioaktivem Material kontaminierten Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel in der land- und meerseitigen Umgebung. Fukushima 1 power plant control room
Ungefähr 100.000 bis 150.000 Einwohner mussten das Gebiet vorübergehend oder dauerhaft verlassen. Hunderttausende in landwirtschaftlichen Betrieben zurückgelassene Tiere verendeten. Die freisten Medien unserer glorreichen Zeit hörten ca. drei Wochen nach dem Tsunami auf darüber zu Berichten wie weit die Radioaktive Wolke reicht, kurz nachdem sie Island passierte. Jetzt wäre es spannend geworden, jedoch Funkstille im Medienwald. Seit diesem Zwischenfall rinnen ungeachtet jeder weiteren Sanierungsmaßnahme 300.000 Liter radioaktiv verseuchtes Wasser Tag für Tag aus dem Betriebsgelände des Kernkraftwerkes Fukushima Daiichi. Was soll da schon groß passiert sein bisher, ein Auszug aus Wikipedia…

Vor 15 Jahren wurde der 22. September als autofreier Tag eingeführt. Nette Idee.
In Wien gabs heuer Rasen am Ring, dh. dort waren keine Raser unterwegs, sondern Rasen wurde ausgerollt. Auch in Innsbruck bemühte man sich mit allerlei tüteltü. Aber nichtmal die Öffis und Stadtradl waren an diesem Tag gratis. Auch sonst war in Innsbruck nicht viel an frischem Lüfterl -außer dem Föhn- zu spüren.

dump_divingWir von der-die-das haben einen Nachmittag lang Martin, vulgo „Sillindianer“, einen sogenannten „Dump Diver“ (zu Deutsch „Mülltaucher“) begleitet. Ein Dump Diver holt verwertbare – sprich: hochwertige – Lebensmittel aus den Abfallcontainern der Supermärkte. Diese Lebensmittel werden auf Grund von Mindesthaltbarkeitsdaten bzw. schlicht oder einfach aus Gründen des Überschusses weggeworfen. Diese Art zu tauchen ist auch unter Namen wie: „Containern, Dumpstern, Mülltauchen oder Freeganismus“ populär.
Was Martin da aus den Containern zog, ließ einem nach der ersten groben Reinigung der Lebensmittel das Wasser im Munde zusammenlaufen. Abgesehen von dem vielen Obst und dem Brot holte er auch Wurstwaren und Knabbergebäck, Milchprodukte, Instantkakao und Schokolade hervor, nur um einiger der Produkte zu nennen.

Nicht immer verläuft so ein „Tauchgang“ ohne Probleme, es werden schon mal harte Worte von Seiten der verantwortlichen SupermarktfilialleiterInnen an die Lebensmittelverwerter ausgesprochen.

Warum er das denn mache, fragten wir Martin: „Ich will durch diese Aktionen in erster Linie darauf hinweisen, in welch einer Wegwerfgesellschaft wir leben. Auf der einen Seite verhungern tagtäglich Tausende von Menschen, und hier und in fast allen Industrienationen werden Lebensmittel zum Teil überproduziert, um sie dann wieder wegzuwerfen. Natürlich macht es mich auch froh, diese Lebensmittel, die ich da aus den Containern hole, wieder weiter zu geben, natürlich gratis.“

An manchen Tagen kann man ihn im Innsbrucker Hofgarten auf der Liegewiese antreffen wo er aus seinem Fahrradanhänger die „ertauchten“ Nahrungsmittel an Menschen weitergibt, die des Weges kommen. Oft spendet er auch seine Waren an soziale Eirichtungen. An diesem Tag allerdings baute er einen Stand in einer Innsbrucker In-Diskothek auf, wo die Tanzfreudigen sich zu Goa-Musik bedienen konnten. Jeden Freitag, übrigens.

Was noch vor ein paar Jahren Menschen, die auf der Straße lebten, vor dem Verhungern rettete,

kostnix_innsbruckIm Mai 2007 eröffnete in der Innsbrucker Höttingergasse der KostniX Laden.
Seit diesen Zeitpunkt ist viel geschehen. Zwar plagen das Projekt immer wieder massive Geldnöte, da es doch die Miet-, Strom- und Heizkosten zu bezahlen gilt, aber es gibt auch viel Zuspruch aus allen Schichten der Bevölkerung, die den KostniXLaden sehr positiv bewertet, weil dieser ganz ohne Geld Waren an die Menschen bringen will.
Die Idee ist einfach: Menschen, die Sachen nicht mehr benötigen, bringen diese in den Laden, und andere Menschen, die diese Dinge brauchen, können sie kostenlos mitnehmen.
Der Organisator Hannes Sucher versteht den Laden aber nicht als sosziales Projekt, sondern eher als politisches, in dem er ein Umdenken von einer kapitalistischen in eine solidarische Gesellschaft erreichen will.
Er möchte aufzeigen, dass es auch ohne Gegenleistung gehen kann.
Mit Kostnix will er ein kleines Zeichen setzen und möglicherweise einen Stein ins
Rollen bringen, um etws in der Gesellschaft zu verändern..


Unterstützt wird er dabei von Menschen, die in ihrer Freizeit die Leute betreuen, die in den Laden kommen.
Laut Laurin (einem der Mitarbeiter) wundern sich viele der Besucher, dass